Merkwürdiges
In den Strassen von Hanoi
Montag, 9. März 2009Keine Durchfahrt !
Montag, 9. März 2009Hanoi’s Kampf gegen die Strassenhaendler
Dienstag, 6. Januar 2009Vor sechs Monaten hat der Magistrat der Stadt Hanoi eine Verordnung erlassen, die es den Strassenhaendlern verbietet, auf 62 Strassen und an 48 Kulturdenkmaelern ihren Geschaeften nachzugehen. Anfangs war die Stadt doch recht guter Hoffnung, damit die Ueberlastung der Gehwege durcht Verkaufer und illegale Maerkte in den Griff zu bekommen, aber jetzt sind die Strassenhaendler [...]
Vor sechs Monaten hat der Magistrat der Stadt Hanoi eine Verordnung erlassen, die es den Strassenhaendlern verbietet, auf 62 Strassen und an 48 Kulturdenkmaelern ihren Geschaeften nachzugehen. Anfangs war die Stadt doch recht guter Hoffnung, damit die Ueberlastung der Gehwege durcht Verkaufer und illegale Maerkte in den Griff zu bekommen, aber jetzt sind die Strassenhaendler wieder weitgehend auf ihre Strassen und Gehwege zurueckgekehrt.
Anfang Juli 2008 - die Strassenhaendler waren von ihren angestammten Plaetzen in den entsprechenden Strassen vertrieben worden - wurden ihre Mopeds zu den nahegelegenen Parkmoeglichkeiten verwiesen. Zu dieser Zeit hofften noch alle hanoier Buerger, dass die Fusswege wieder fuer die zugaengig seien, fuer die sie bestimmt sind: fuer die Fussgaenger.
Aber kaum war die erste Aufregung vorueber, kehrten die Strassenhaendler an ihre angestammten Plaetze zurueck. So waren bald die Strassen von Hang Bong, Hang Ngang, Hang Dao und Luong Van Can wieder von diesen merkantilen Menschen bevoelkert. So wurden von einigen sogar Gemuese von Fahrraedern aus verkauft. Sogar um die Tempel Van Mieu - Quoc Tu Giam wurde gehandelt, so, als ob kein Verbot diese untersagen wuerde. So werden ausserhalb des Zaunes um den Tempel mit Gruenem Tee, Lotterielosen und Nahrungsmitteln gehandelt. Auch der Verkauf yon Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen direkt vom Lastwagen aus ist wahrlich kein Einzelfall mehr.
Und so sind die Gehwege wieder durch eine grosse Zahl von Fahrzeugen verstellt. Nur wenn die Polizei kommt, raeumen sie eiligst die Gehsteige.
Offenbar erfreut sich der zivile Ungehorsam bei den hanoier Buergern grosser Beliebtheit. So wurde schliesslich die Verkehrspolizei von der Administration damit beauftragt, die Gehwege konsequent freizuschaffen. So findet bei den Haendlern - immer dann, wenn die Polizei erscheint - eine echte Arbeitsteilung statt, Einer handelt mit den Kunden, der Andere beschaeftigt die Polizei.
Frühmorgens in Hanoi
Freitag, 5. Dezember 2008Hat man sich so morgens um fuenf Uhr aus dem Bett gequaelt und geht durch die Strassen von Hanoi so sieht man in einigen Gebieten Dinge, die einem Europaeer doch recht ungewoehnlich vorkommen.
Viele junge Menschen, meist Frauen um die Dreissiger haben sich zusammengeschlossen um in Gruppen Frühsport zu treiben. Wie kommt es dazu, dass junge [...]
Hat man sich so morgens um fuenf Uhr aus dem Bett gequaelt und geht durch die Strassen von Hanoi so sieht man in einigen Gebieten Dinge, die einem Europaeer doch recht ungewoehnlich vorkommen.
Viele junge Menschen, meist Frauen um die Dreissiger haben sich zusammengeschlossen um in Gruppen Frühsport zu treiben. Wie kommt es dazu, dass junge Leute zu nachtschlafender Zeit aufstehen, das Haus verlassen um draussen Uebungen zu verrichten?
Wohl so um die Jahrtausendwende hat es sich eingestellt, dass damals sich meist Maenner traffen um vor der Hitze des Tages ihren Koerper in Schwung zu bringen. Nachdem die Aerobic-Welle zum Einen nach Suedostasien uebergeschwappt war, zum Andreren wegen der sich doch staendig bessernden Ernaehrungsverhaeltnisse Rundungen an den Frauenkoerpern - in Bereichen, wo sie nicht unbedingt erwuenscht waren - auftraten, verstaerkte sich auch der Wunsch der Frauen, mittels Sport etwas hiergegen zu tun.
Ostasiatische Geheimgesellschaften ?
Donnerstag, 30. Oktober 2008Wenn man so durch Hanoi geht, fallen Einem immer wieder Buchstaben und Nummern auf, die an die Hauswände mittels Schablonen geschrieben sind. Dieses würde nachts, heimlich, geschehen, munkelt man.
In meiner Phantasie tauchten asiatische Geheimgesellschaften auf. Darüber hatte ich früher viel gelesen. Also beschloss ich, neugierig wie ich bin, der Sache auf den Grund zu gehen.
Das [...]
Wenn man so durch Hanoi geht, fallen Einem immer wieder Buchstaben und Nummern auf, die an die Hauswände mittels Schablonen geschrieben sind. Dieses würde nachts, heimlich, geschehen, munkelt man.
In meiner Phantasie tauchten asiatische Geheimgesellschaften auf. Darüber hatte ich früher viel gelesen. Also beschloss ich, neugierig wie ich bin, der Sache auf den Grund zu gehen.
Das Ergebnis meiner Recherchen war ziemlich ernüchternd: Die meisten Häuser in Hanoi sind aus Beton gebaut. Und irgendwann möchte fast jeder Hausbesitzer eine bauliche Veränderug, einen Durchbruch etwa, oder eine zusätzliche Tür, vornehmen.
Und dann braucht er einen Handwerksbetrieb, der in der Lage ist, ebendieses auszuführen. Und genau diese Betriebe machen ihr Markting mittels dieser Wandaufschriften: Name und Telephonnummer der Handwerker.
Da das aber in Hanoi von der Stadtverwaltung streng verboten worden ist, wird dieses Offline-Marketing im Schutze der Dunkelheit ausgeübt. Es gilt also auch in Hanoi das elfte Gebot: Lass Dich ja nicht erwischen!





