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Der Norden von Vietnam
By admin | 5. Juni 2009
Der Norden von Vietnam ist der weitläufigere Teil des Landes – im Gegensatz zum Süden von Vietnam, der schmal ist und sich auf einer Halbinsel befindet - und grenzt an die südchinesischen Provinzen Yunnan und Guangxi. Im Norden Vietnams, rund um die Hauptstadt Hanoi, befindet sich das Delta des Roten Flusses, welches den Norden von Vietnam zu einem sehr fruchtbaren Gebiet macht.
An der Grenze Vietnams zu China findet sich das Yunnan-Hochland, eine Gebirgslandschaft, welche auch den höchsten Berg des Landes beherbergt – den Phan-xi-pang. Das Klima im Delta des Roten Flusses ist subtropisch-monsunal - die Sommer sind feucht-heiß, die Winter warm-trocken.
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Mündungsdelta des Roten Flusses. Rund 88 % der Bevölkerung in ganz Vietnam sind ethnische Vietnamesen, weiterhin sind 53 ethnische Minderheiten Gruppen anerkannt. Die größten Minderheiten sind Tai-Völker, Khmer und Hoa, wobei die Khmer hauptsächlich im Süden Vietnams leben.
In Vietnam herrschte bis 1986 der Sozialismus, 1986 wurde nach dem sechsten Parteikongress Doi Moi eingeführt. Doi Moi bedeutet, dass die zentrale Planung aufgegeben und die Kollektivierung Schritt für Schritt abgeschafft wurde, außerdem kam eine Vielzahl an marktwirtschaftlichen Reformen zum Tragen.
Im Jahre 1993 hoben die USA das zuvor bestehende Wirtschaftsembargo gegen Vietnam auf – seit dem flossen viele ausländische Investitionen und Finanzhilfe ins Land und das Wirtschaftswachstum in Vietnam stieg enorm an. Die Wirtschaftsleistung Vietnams wird hauptsächlich durch finanzielle Unterstützung, Waren und Investitionen erbracht; dennoch gehört Vietnam nach wie vor zu den ärmsten Ländern Asiens. Ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in Vietnam ist der Außenhandel. Vietnam ist Ölexporteur, etwa 20 % der vietnamesischen Exporte sind Rohöl, weitere wichtige Güter sind Textilien und Schuhe, Reis und Kaffee. Bis Ende der 90er Jahre war Vietnam kein bei Europäern sonderlich beliebtes Reiseziel – zu viele brachten mit Vietnam ausschließlich den Vietnamkrieg, den Kommunismus und die Armut in Zusammenhang.
Seit Ende der 90er Jahre erlebt Vietnam allerdings einen regelrechten „Tourismus-Boom“ – dies beruht teilweise auf einer Art „Ausweich-Effekt“, welcher sich durch die anhaltende Gewalt und die Terroranschläge in Indonesien und auf den Philippinen begründet. Neben Studienreisenden kommen nun auch vermehrt Rucksack-Touristen, Badetouristen und Pauschalurlauber nach Vietnam, welches mittlerweile das Image eines freundlichen Landes mit niedriger Kriminalitätsrate hat. Viele Kreuzfahrtschiffe steuern derzeit vietnamesische Häfen an; es gibt Angebote für Tagesreisen nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Da Nag oder Hue. Eine touristische Infrastruktur befindet sich zwar noch im Aufbau, dennoch sind bereits mehrere Hunderttausend Menschen in der Tourismusbranche beschäftigt.
Tags: Hanoi, Vietnam, Wirtschaft
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