Hanoi Ansichten

Über mich

Ich bin als Landarzt in einer kleinen Stadt in Norddeutschland tätig. Durch die Beschäftigung mit Vogelgrippe und Borreliose bin ich nach Nordvietnam und Südchina gekommen. Hierbei habe ich mich besonders in Hanoi verliebt, eine Leidenschaft, die ich mit Ihnen teilen möchte!

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  • Katholizismus in Hanoi

    Von admin | 22. Juni 2009

    Der Katholizismus ist in Vietnam neben dem Buddhismus die am weitesten verbreitete Religion des Landes. Während der Buddhismus ungefähr 7 Millionen Anhänger verzeichnet, finden sich an die 6 Millionen Katholiken in Vietnam, welche hauptsächlich im Süden des Landes leben. Neben den Philippinen ist Vietnam die zweitgrößte katholische Gemeinde Südostasiens.
    Der Katholizismus gelangte erstmals im 16. Jahrhundert mit dominikanischen Missionaren aus Spanien und Portugal nach Vietnam. Nur wenige Jahre später kamen auch französische und portugiesische Jesuiten nach Vietnam, welche vom Papst ausgesandt wurden, um in dem Land dauerhafte Missionen aufzubauen. Schon in den frühen Tagen des vietnamesischen Katholizismus verzeichnete dieser stolze 700.000 Anhänger.
    Die katholische Gemeinde in Vietnam fand sich in späteren Jahren hauptsächlich aus der gebildeteren Gesellschaftsschicht zusammen und umfasste in den 1950er Jahren beachtliche zwei Millionen Anhänger.
    Als in dieser Zeit immer mehr politische Spannungen in Vietnam aufkamen und sich das Land schließlich in Nord- und Südvietnam aufteilte, entschieden sich die meisten Katholiken dafür in den Süden zu gehen. Dort bildeten sie ein symbolisches Bollwerk gegen den Kommunismus im Norden. Auch der südvietnamesische Präsident war ein gläubiger Katholik.
    Nach dem Vietnamkrieg durfte die katholische Kirche in ganz Vietnam wieder präsenter sein, jedoch unter strenger staatlicher Kontrolle. Der Staat machte beispielsweise bei Ernennungen in hohen Kirchenämtern stets seinen Einfluss geltend und bestimmte die zukünftigen Amtsinhaber mit.
    Der Süden mit seiner Hauptstadt Saigon ist auch heute noch die Hochburg des Katholizismus in Vietnam. Doch auch im Norden des Landes und vor allem in dessen Hauptstadt Hanoi finden sich heute wieder viele Katholiken, welche jedoch nach wie vor unter strengen Kontrollen vonseiten des Staates stehen. Zudem sind auch bis heute noch die Spannungen zwischen Regierung und katholischer Kirche in Hanoi sehr präsent.
    In den 60er Jahren wurde die katholische Kirche in Hanoi fast ausnahmslos enteignet und der Streit um die Rückgabe der kirchlichen Besitztümer wie beispielsweise das Kirchengelände der ehemaligen Nuntiatur in Hanoi dauert bis heute an. Hierfür wird vom Erzbischoftum Hanoi zu friedlichen Demonstrationen und Mahnwachen aufgerufen, welche von staatlicher Seite nicht selten mit Gewalt beendet werden. Das Erzbischoftum weist in diesem Fall auf die im Grundgesetz von Vietnam verankerte, jedoch für sie nicht ausführbare, Religionsfreiheit hin.
    Es wird wohl noch einige Zeit vergehen, bis der Katholizismus in Hanoi die Legitimität erreicht wie im Süden des Landes. Eventuell könnte dies der schon seit langem erwartete Papstbesuch in Vietnam vorantreiben, doch wird dieser voraussichtlich nicht stattfinden, solange die Spannungen in Hanoi zwischen Kirche und Regierung andauern.

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    Der Rote Fluss, Schlagader von Hanoi

    Von admin | 14. Juni 2009

    Der rote Fluss, in Asien Song Hong genannt, entspringt im Norden der südchinesischen Provinz Yunnan in 1776 Meter Höhe. Von hier aus fließt er durch tief geschnittene Täler in südöstlicher Richtung, bis er bei der Stadt Lao Cai die Grenze zu Vietnam überquert. Der Rote Fluss ist neben dem Mekong im Süden der zweite Hauptstrom des Landes und durchquert den gesamten Norden Vietnams.

    Hanoi - Der Rote Fluss

    Hanoi - Der Rote Fluss

    Ebenfalls im chinesischen Yunnan entspringt der Haupt-Nebenfluss des Song Hongs, Weiterlesen »

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    Der Norden von Vietnam

    Von admin | 5. Juni 2009

    Der Norden von Vietnam ist der weitläufigere Teil des Landes – im Gegensatz zum Süden von Vietnam, der schmal ist und sich auf einer Halbinsel befindet - und grenzt an die südchinesischen Provinzen Yunnan und Guangxi. Im Norden Vietnams, rund um die Hauptstadt Hanoi, befindet sich das Delta des Roten Flusses, welches den Norden von Vietnam zu einem sehr fruchtbaren Gebiet macht.
    An der Grenze Vietnams zu China findet sich das Yunnan-Hochland, eine Gebirgslandschaft, welche auch den höchsten Berg des Landes beherbergt – den Phan-xi-pang. Das Klima im Delta des Roten Flusses ist Weiterlesen »

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    Die Geschichte Vietnams

    Von admin | 4. Juni 2009

    Zwar macht es mir grossen Spass, speziell über die Stadt Hanoi zu berichten. Dennoch sind viele Dinge nur so recht verständlich, wenn man einen groben Überblick über die Geschichte des ganzen Landes Vietnam hat.
    Voila:
    Seit 111 v. Chr. Wurde die Entwicklung Vietnams von China beeinflusst. Das unterscheidet es von anderen südasiatischen Staaten. Diese standen unter dem Einfluss der indischen Kultur, was sich im Mahayana- Buddhismus, in Schrift und Architektur widerspiegelt.
    Im folgenden Jahrtausend wurde Weiterlesen »

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    Vietnamesische Küchenherde

    Von admin | 4. Juni 2009

    Zu Zeiten der Energienot -aber auch heute noch bei der ärmeren Bevölkerung - wurde oft über einem offenen Feuer gekocht. So hat sich ein besonderes Küchengerät, nämlich ein Kohlenherd entwickelt. Dieser ist aus Beton gegossen, mit einem Metallmantel versehen. In ihm befindet sich ein einfaches aber wirkungsvolles Lüftungssystem.

    Dieser Küchenherd sollte im Freien betrieben werden

    Dieser Küchenherd sollte im Freien betrieben werden


    Zum Anmachen dieses Herdes wird sein unterer Teil mit Holz und Holzkohle gefüllt und dieses angezündet. Ist das Holz ordentlich durchgebrannt, wird ein Kohlenpressling in das dafür vorgesehene Feuerloch eingesetzt. Diese Presslinge werden aus Kohlenstaub und Flussschlamm hergestellt. Weiterlesen »

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    Hao’s Pho bo Rezept

    Von admin | 1. April 2009

    Nachdem ich neulich ueber die Pho bo, die Leib- und Magensuppe Hanois, berichtet habe, moechte ich heute eine der zahllosen Rezeptvarianten, Hao’s Rezept naemlich, vorstellen.

    In kochendes Wasser werden Rinder(mark)knochen, Rindfleisch (zB eine Beinscheibe) und möglichst gehackter Ochsenschwanz gegeben. Dan werden in einem Wok eine in Scheiben geschnittene kleine Zwiebel und hernach eine kleine gewürfelte Ingwerknolle geröstet und dann in die Suppe gegeben. Weiterlesen »

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    Pho Bo, Die Suppe Hanois

    Von admin | 24. März 2009

    Diese Suppe ist das Nationalgeicht Vietnams, überall im Land wird sie geliebt und gegessen. Im Gegensatz

    Die Suppe Pho Bo, ein Genuss

    Die Suppe Pho Bo, ein Genuss

    zu Pho ga  wird die Pho bo nicht aus Huehnerfleisch sondern aus Rindfleisch bereitet.

    Man findet sie bei Garküchen an den Strassenraendern, in Restaurants oder in speziellen Pho-Restaurantketten, wo man sich auf diese Suppe spezialisiert hat. Doch jede Pho schmeckt anders, ihr Geschmacksgeheimnis sind die verschiedenen Gewürzmischungen, und hier hat jeder Pho-Meister seine eigene - geheime - Mischung.

    Es wir erst eine Rinderbrühe bereitet, hierzu nimmt man gern eine Beinscheibe sowie gehackte Markknochen, auch Ochsenschwanz hat sich bewaehrt. Zwiebel, Ingwer und Staernanis duerfen natuerlich nicht fehlen. Sowie Zimt und spezielle Gewürzmischungen (keine Angst, ich werde das genaue Rezept dazu hernach veröffentlichen!).

    Reisnudeln, Oel, Salz und Pfeffer, Korianderkraut un Frühlingszwiebeln. Und natuerlich Nuoc mam, die existenzielle Fischsauce (am besten von Phu Quoc!).

    Diese Suppe wird im grossen Topf gekocht und man erhaelt als Beilage Sojasprossen, Limetten,Chillis und einen Kraueterteller.

    Ein Pho Bo Restaurant in Hanoi

    Ein Pho Bo Restaurant in Hanoi

    Ein Muss bei jedem Vietnambesuch!

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    In den Strassen von Hanoi

    Von admin | 9. März 2009

    In den Strassen von Hanoi

    In den Strassen von Hanoi

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    Keine Durchfahrt !

    Von admin | 9. März 2009

    Kein Durchgang

    Kein Durchgang

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    Das Tet-Fest in Hanoi (VI)

    Von admin | 29. Januar 2009

    Glueckwuensche

    Der Glueckwunsch “Frohes neues Jahr” wird mit “chuc mungnam moi” oder “cung chuc tan xuan” dargebracht. Dazu wuenschen sich die Leute einander Glueck und Wohlstand.

    Als weitere Neujahrswuensche werden gern benutzt:

    An khang thinh vuong (Lebe hundert Jahre)

    Van su nhu y (Mag alles nach Deinen Wuenschen verlaufen)
    Suc khoe doi dao (Viel Gesundheit)

    Cung hi phat tai (Glueckwuensche und Wohlstand, kommt aus dem Chinesischen)

    Tien vo nhu nuoc (Mag bei Dir das Geld wie Wasser fliessen)

    Verbotenes
    Ueber die Jahrhunderte hinweg haben sich in Vietnam Traditionen geschaffen und sind gleichsam Standart geworden. Dieses betrifft auch die Umstaende des Tet-Festes. Nicht, dass solche Regeln auf der Grundlage irgendwelcher wissenschaftlicher Erkenntnisse enstanden sind, haelt man sich doch strikt daran. Nach der vietnamesischen Anschauung, dass Geschehnisse zu Anfang Auswirkungen auf das Ende haben, vermeidet man waehrend des Tet Böses zu tun: Man moechte das Gute beschwoeren.

    Was getan werden darf
    Geschenke sollten gemacht werden um die Beziehungen zueinander zu bessern oder zu staerken: neue Kleider, Pfirsichzweige (um das Boese fernzuhalten), Schulden sollten vor Tet beglichen und geliehene Dinge zurueckgegeben werden.

    Neuen Reis zu schenken soll gutes Wohlbefinden bringen, Reiswein ein wohlhabendes und angenehmes Leben. Banh chung , Klebreis mit Schweinefleisch und Honig im la dong- oder besser im Bananenblatt ist die

    Die ausgewickelte Banh chung Tetspeise

    Die ausgewickelte Banh chung Tetspeise

    vietnamesische Tet-Speise schlechthin und wird auch gern als Mitbringsel gesehen. Es wird  gereicht mit Mixed Pickels (dua mon), vietnamesischer Fischsauce (die Beste soll von der Insel Phu quoc kommen), roten Dingen (was Glueck bringen soll) wie Wassermelone.

    Auch das Bellen eines Hundes wird gern gehoert, klingt doch das “Wau Wau” wie das vietnamesische giau giau, was Reichtum bedeutet.

    Die schon erwaehnten Dong Ho Bilder sind beliebete Geschenke (besonders Ga dan:: “wuensche viele Kinder”). Bitte aber nicht Danh ghen (Rechtsstreitigkeiten) mitbringen!

    Auch sollte man genuegend Wasser zum Tet eingekauft haben, denn das Geld soll ja wie Wasser einem zufliessen!

    Das Böse laesst sich leicht fernhalten, indem Limonensaft um das Haus getropft wird. Weiterlesen »

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